„Ein armer Gesangkünstler! Wie kommt es, daß du mich liebst?“
Sie ließ ihn plötzlich los. Die Augen dunkel und heiß in seinen, schüttelte sie schwer den Kopf. Er ging ihr nach in den Schatten.
„Was hast du? . . . Hier ist es kühl, man atmet.“
„Findest du? Mir macht meine Liebe Fieber, sie erstickt mich. Sie ist schwer wie der Mond. Sie treibt mir Stacheln ins Fleisch, wie dieser Busch.“
„Alba, was tust du? Deine armen Hände!“
„Siehst du? Ich kann keinen anderen Schmerz mehr fühlen, als nur die Liebe zu dir.“
„Und ich?“ rief Nello. „Was geschieht mir, was nicht von dir käme? Ich sehe niemand, nichts bewegt mich; aber wenn ich allein zwischen den Feldern gehe, muß ich plötzlich anhalten und lechzend blinzeln, denn in der heißen Luft kommt dein blendendes Gesicht, o Alba, kühl hauchend auf meinen Mund zu.“
Sie sah ihn, einsam grübelnd, an.
„Ich glaube dir nicht.“
„Du glaubst mir nicht?“