„Der Advokat hat keine Aufträge mehr zu geben“, sagte grollend der Schlosser Fantapiè. „Hätte er statt euch Komödianten eine Dampfspritze angeschafft! Jetzt brennen wir auf.“

„Hilfe! Unsere Federboas! Unsere Hüte! Alles wird zerdrückt!“

Die beiden Fräulein Pernici jammerten durchdringend. Sie trugen den ganzen Inhalt ihres Ladens auf den Armen. „Fertig ist der Advokat!“ brüllte der Schlächter Cimabue. „Er hat den Prozeß verloren, und Don Taddeo behält den Eimer. Komm her, Komödiant, ich will dich deinem Advokaten an den Kopf werfen.“

Da Nello bis unter die Domtreppe zurückwich, hörte er eine unheimlich sanfte Stimme.

„Sie glauben doch nicht, daß dieser Komödiant einen Auftrag vom Advokaten hat? Er ist nur davongelaufen, als es brannte: nein, seltsam, einen Augenblick vorher; denn ich habe ihn laufen gesehen.“

Entsetzt fuhr Nello herum: Frau Camuzzi sah ihm von oben gierig in die Augen. Ihm stockte der Atem vor der Glut dieses Hasses. „Ich bin verloren!“ dachte er, ganz starr.

„Glauben Sie denn wirklich,“ fragte droben der Cavaliere Giordano, „daß die ganze Stadt aufbrennen wird?“

„Sprechen Sie doch nicht davon!“ flehte der Kaufmann Mancafede und rieb sich die Beine; denn er hatte nicht Zeit gefunden, die Unterhosen anzuziehen. „Mein unversichertes Lager! — und mein Haus wird das erste sein, das brennt.“

„Wie wollen Sie, daß das Feuer hinter den Turm dringt?“ meinte Frau Camuzzi mit Achselzucken; aber Mama Paradisi warf sich wogend gegen die Schulter des Kaufmannes.

„Mein Isidoro, wenn unsere Häuser in Flammen aufgehen, werden wir zusammen in die Welt hinauswandern und ein neues Leben anfangen.“