Der Kapellmeister legte die Hand um den Mund und preßte die Worte zwischen den Fingern hervor:
„Ich war von Sinnen, ich wußte seine Beleidigungen nicht mehr zu erwidern . . . Da habe ich ihm gesagt, Sie betrögen ihn mit seiner Frau.“
Der alte Tenor lachte meckernd.
„Eh! und wenn es wahr wäre.“
„Aber der Schneider tobt, er wird Sie vielleicht umbringen.“ Die Miene des Alten fiel zusammen; er spreizte die Hand.
„Es ist nicht wahr! Ich schwöre, daß es nicht wahr ist. Möglich, daß ich es versucht habe. Ich leugne nicht, daß ich —“
„Wir wollen den Advokaten! Die Herren sollen ihn holen! Schweige, Intrigant!“
Der Kapellmeister und der Cavaliere Giordano irrten, die Hände gerungen, im Kreise umeinander her.
„Ah! diese jungen Leute“, jammerte der Alte. „Immer gleich ist der Kopf dahin. Die Leidenschaften! Das heiße Blut! Schöne Sache!“
„Was habe ich getan!“ stöhnte der Kapellmeister. Der Alte blieb stehen, sein Kopf wackelte vor Zorn.