„Gaddi!“ — mit weit ausgestreckten Händen. „Sie, der Sie heute nacht an Bürgertugend uns alle übertroffen haben, wollen Sie uns denn wirklich verlassen? Wir verlieren Sie, Freund, mit Schmerz.“

Es sei nun so, erwiderte der Bariton, was solle man machen.

„Eh! und wenn wir Sie dabehielten? Ich will mit unserm Gemeindesekretär sprechen; er ist mein lieber Freund, ich bin sicher, daß er Ihnen in einem unserer Bureaus einen Posten als Vorstand gibt. Sie sind ein Familienvater, Gaddi, ein tüchtiger Mann. Wie? kein Umherziehen mehr, keine Sorgen!“

Gaddi sagte:

„Die Sache verdient, überlegt zu werden . . . Und doch, nein. Ich danke Ihnen, Herr Advokat. Man stiege nicht länger in Lokalzüge, und die Zukunft wäre sicher, wohl wahr. Aber hätte man noch solche Freunde? — und würde man noch wie jetzt, so mittelmäßig man immer singen mag, zuweilen die großen Dinge fühlen, die das Leben hat?“

„Eh! auch andere fühlen sie . . . Sie wollen nicht? Es ist schade, denn Sie wären wert, einer der Unseren zu sein.“

Und da er den Cavaliere Giordano gewahrte:

„Sie wenigstens, Cavaliere, werden uns bleiben, auf marmorner Tafel. Ihr großer Name verläßt nie wieder die Stadt!“

Der alte Tenor geriet in Bewegung.

„Meine Gedenktafel ist also nicht abgelehnt?“