„Abgelehnt oder nicht: der Gemeinderat wird glücklich sein, seinen Irrtum berichtigt zu sehen. Beim Bacchus, ich werde ihm keine Tafel am Rathaus mehr zumuten. Man muß als Politiker handeln, der mit den menschlichen Schwächen rechnet: ein Mann wie Sie, Cavaliere, versteht mich. Aber — he, Malandrini!“

Er holte den Wirt herbei.

„Sie, Malandrini, dem Don Taddeo sein Haus neu aufbaut, werden sich nicht weigern, auf Ihre Kosten eine Gedenktafel für Ihren berühmtesten Gast daran zu befestigen.“

„Aber er war nicht mein Gast“, sagte Malandrini.

„Ich war nicht sein Gast“, sagte der Cavaliere Giordano. Der Advokat fuchtelte.

„Wenn schon! Soll an solcher Kleinigkeit ein großer Plan scheitern? Die Nachwelt, Cavaliere, wird Ihren Ruhm bewundern, wo immer sie ihn findet.“

„Ich sage nicht nein“, erklärte der Wirt. „Vielleicht, daß die Engländer kommen, um die Inschrift zu lesen.“

„Welch schönes Genie ist das Ihre!“ — und der alte Sänger fiel dem Advokaten um den Hals.

Aber die Menge tat einen Stoß gegen die Treppengasse. Dort in der Ecke stand schimpfend auf seinem Postwagen das rote Gesicht des Kutschers Masetti.

„Man fährt nicht ab! Die Komödianten sollen hier bleiben!“ befahl das Volk.