„Bravo Advokat!“ riefen alle, denn der Advokat erkletterte den Tisch in der Sonne. Er stellte die Hand vor sich hin und hielt die Brauen ganz hoch, bis es still wurde.
„Mitbürger! Unsre Künstler ziehen ab!“ keuchte er, und schon ward geklatscht. Er wiederholte und bewegte den steilen Finger hin und her:
„Sie ziehen ab; aber sie verlassen uns anders, als sie uns gefunden haben. Durch große Dinge —“ und er hob sich auf die Zehen, „durch große Dinge sind wir hindurchgegangen . . . Aber so warte doch, Masetti!“
Denn der Kutscher war nicht länger zu halten. Er klapperte mit seinem Gefährt aus dem Tor der Post und drohte alles umzuwerfen, wenn man ihn nicht durchlasse.
„Auch du, Masetti,“ rief der Advokat, den Arm hingestoßen, „hast noch zu lernen, daß der Wille aller ehrwürdiger ist als ein einzelner, mag er sich selbst auf Regeln und Gesetze berufen!“
Er kehrte zum Volk zurück.
„Und mehr Schlimmes, mehr Gutes hat in wenigen Wochen unsere Herzen und Gassen erregt, als sonst durch Jahre.“
„Es ist wahr!“
„Was sind wir? Eine kleine Stadt. Was haben jene uns gebracht? Ein wenig Musik. Und dennoch —“
Der Advokat machte die Arme weit.