„Glaubst du, ich sei so niedrig eitel?“
„Nein, ich glaub’ es nicht. Verzeih! Ich bin eifersüchtig im voraus. Ich möchte dich einschließen hier!“
Sie trat lebhaft auf ihn zu, in sein Zimmer hinein.
„Und ich könnte nicht ertragen, daß wir uns vor Fremden sehen, uns mit Zurückhaltung sprechen müßten. Ich möchte vor dir immer — du, ich liebe dich!“
Sie öffnete, über eine letzte Schüchternheit hinwegspringend, rasch die Arme:
„Ich möchte vor dir immer nackt sein!“
Ihn überkam eine Wallung; er griff nach ihr.
„Wenn ich glauben könnte, daß du wirklich da in meinen Armen liegst!“
Den Mund auf ihrem Haar, stöhnte er. Die seltene Frau, die mit unbedachter Leidenschaft ihn reich machen wollte: da war sie, da war das Wunder. Eines der jungen Mädchen, klaräugig hervorlugend aus ihrer Welt, in die kein Weg führte: da war es, da war das Wunder.
„Wenn ich es glauben könnte!“