„Ich weiß, was ich zu hoffen hätte.“

„Er mag in deine Kinderträume nicht zurückblicken können. Sei froh, daß er’s nicht kann. Er wird dich um so gutgläubiger lieben, wie du jetzt bist, wenn er nicht das Talent hat, in dich hineinzulügen, was nicht mehr ist oder nie war.“

Sie ging wieder von ihm fort, sie setzte sich auf die Ottomane, verschränkte ihre Arme über dem Kopfpolster und stützte ihre Brust dagegen.

„Nicht nur daher weiß ich über ihn Bescheid,“ sagte sie langsam und sah erweiterten Blicks in das Mondlicht. „Ich weiß es auch von seiner Geliebten.“

„Von der Traffetti?“ fragte er rasch.

„Ich bin zu ihr gegangen. Wundert dich das? Sie ist eine große Sängerin und eine schöne Frau. Ich habe gedacht, sie hat keinen Grund, mir nicht die Wahrheit zu sagen. Und sie ist die einzige, die sie mir sagen kann . . . Nun, er ist schwach, er — vermag wenig. Wie soll ich dir das bezeichnen?“

Er prallte zurück. „Hält sie denn mich für einen Stier?!“ Sie deutete seine Bewegung.

„Ich bin ja kein Kind, ich kann urteilen. Er gebraucht künstliche Reizungen und Hilfsmittel, verlangt von seinen Maitressen Dienstleistungen, die — die mir die Traffetti erst erklären mußte.“

„Ah! Ah! Sie hat dir’s erklärt?“

Er dachte: „Ein junges Mädchen, das zu einer Dirne geht, um sich über die Leistungsfähigkeit ihres Verlobten zu unterrichten! Nein, das hätte ich nicht erfunden, das erfindet keiner!“