»Sie sollen der Frau kein Geld schulden. Ich bin entschlossen –«
Er schluckte hinunter. Es fiel ihm mit Schrecken ein, der Schüler Lohmann möchte ihm in seinem Entschluß zuvorgekommen sein: der Schüler Lohmann, der in der Klasse fehlte und sich vielleicht im Zimmer der Künstlerin Fröhlich verborgen hielt.
»Ich will Ihnen – traun fürwahr – Ihre Wohnung bezahlen.«
»Davon reden wir mal gar nich,« erwiderte sie leise. »Das is bei uns Nebensache ... Übrigens kost mein Zimmer nich viel ...«
In Pausen:
»Es is hier oben im Haus ... Es is ganz schön ... Wollen Sie es mal sehn?«
Sie hielt die Lider gesenkt und sah bestürzt aus, wie man bei der Erklärung eines ernsten Mannes aussehen mußte. Und sie wunderte sich, weil sie gar keine Lachlust verspürte, und weil eine kleine feierliche Wallung ihr Herz aufhob.
Sie erschloß einen ungewöhnlich dunklen Blick und sagte:
»Na, nu gehn Sie man voraus. Die Affen im Saal brauchen es ja nich gleich zu merken.«