Kieselack öffnete von außen die Saaltür, führte seine blaue Pfote an den Mund und stieß einen gedämpften Pfiff aus. Sofort kamen Ertzum und Lohmann heraus.
»O Mensch, lauf!« rief Kieselack jedem zu und tanzte rückwärts, mit anfeuernden Gesten, vor ihnen her, bis ans Ende des Hausflurs und der Treppe zu.
»Nu is es so weit!«
»Was ist so weit?« fragte Lohmann gleichgültig – obwohl er es genau wußte und darauf gespannt war.
»Sie sind schon oben,« raunte Kieselack, mit ganz verrenktem Mund. Er zog sich die Schuhe aus und schlich die flache gelbgeländerte Holztreppe hinan, die knarrte. Gleich auf dem ersten, niederen Absatz war die Tür: Kieselack kannte sie. Er duckte sich vors Schlüsselloch. Nach einer Weile winkte er, stumm und leidenschaftlich, ohne sich vom Schlüsselloch zu trennen.
Lohmann zuckte die Achseln und blieb am Fuß der Treppe stehn neben Ertzum, der mit offenem Mund hinaufstarrte.
»Nun, wie ist dir?« fragte Lohmann verständnisvoll.
»Ich weiß bei Gott nicht mehr, was los ist,« sagte von Ertzum. »Du glaubst doch nicht, daß da was passiert? Dieser Kieselack ulkt natürlich.«
»Natürlich,« bestätigte Lohmann mitleidig.
Kieselack winkte immer wilder. Er kicherte lautlos in das Schlüsselloch hinein.