Er errötete, hilflos. Und sie brach aus:
»Er schminkt sich! Nu schlag' einer lang hin! Darum hat er es so rasch herausgehabt. Er lernt es heimlich an sich selber! O Sie – Unrat!«
Unrat machte ein entsetztes Gesicht.
»Jawoll: Unrat!«
Sie tanzte um ihn her.
Und darauf lächelte er glücklich ... Sie wußte seinen Namen, sie wußte ihn von Lohmann und den andern und wahrscheinlich schon die ganze Zeit: es schüttelte ihn heftig um, aber nicht peinlich, sondern zu Lustgefühl. Dies gab ihm einen kurzen Verdacht und eine schwache Scham ein, wieso es ihn glücklich machen könne, daß die Künstlerin Fröhlich ihn bei seinem nichtswürdigen Namen nenne. Aber, er war nun einmal glücklich. Außerdem durfte er nicht nachdenken, sondern sie schickte ihn nach Bier.
Unrat bestellte es nicht nur; er ließ den Wirt, der die Gläser trug, durch den Saal vor sich her gehen; und dadurch, daß er den Transport des Getränkes von hinten deckte, ward verhindert, daß andere es unterwegs wegfingen. Einmal mutete der Besitzer des Blauen Engels es Unrat zu, das Bier gleich selber mitzunehmen. Die befremdete Würde, womit Unrat ablehnte, hinderte den Mann, seinen Irrtum zu wiederholen.
Bevor die Künstlerin Fröhlich trank, sagte sie:
»Prost, Unrat.«
Dann, innehaltend: