„Dummer Bua, dich meint er!“ schrie sie ihrem Vetter ins Gesicht.

Er verbeugte sich leicht vor ihr. Plötzlich trug er das liebenswürdigste Lächeln, wandte sich an Mai, an Arnold . . . Gugigl, den er nicht mehr beachtete, nahm große Schlucke. In allzu geräuschvoller Heiterkeit endete das Mittagessen. Wie man aufgestanden war, wurden Gugigl und Pardi vermißt. Tini stürzte herein, die Augen erweitert von banger und wilder Feierlichkeit.

„Sie sind draußen. Sie wollen sich schlagen!“

„Wer? Bist du verrückt?“

„Pardi verlangt es!“

„Himmel!“ machte Frau Gugigl, mit einer kleinen, irren Stimme, die Schultern hinausgezogen und die geschlossene Hand am Mundwinkel. Die Baroneß Thekla warf barsch hin:

„Blöde Mannsbilder, blöde!“

Mai, die nichts begriff, lachte über sie. Aber Lola gewahrte Gwinner, der aus einem unbeteiligten Winkel herschielte. In einer Wallung von Haß, die sie selbst überraschte, und in dem jähen Drang, zu handeln, sich zu äußern, ging sie auf ihn los.

„Da haben Sie’s! Sind Sie zufrieden? Das kommt von Ihren unanständigen Witzeleien! So unanständig wie billig! Jemand braucht nur elegant angezogen zu sein —“

Sie erschrak und brach ab. Gwinner hatte sie demütig, blaß feixend angehört; und von den anderen, die Lolas Ausbruch sicher verstanden hatten, legte niemand ihm Gewicht bei, so verstört waren alle. Lola selbst atmete rascher. Ihr fiel ein, daß Frau Gugigl und die Baroneß Thekla zu ihrem Mann und ihrem Vetter hinausmüßten; — und dann trat sie selbst in die Haustür und beobachtete, wie die beiden Frauen, an die Arme der Männer gehängt, auf sie einsprachen.