„Sehr richtig!“ bemerkte Botta. „In der Ehe befiehlt der Staat.“
„Besteht der Staat nicht aus Menschen?“ fragte Lola. Pardi erklärte:
„Sie haben sich zu opfern. Nicht ihr Glück ist das Wesentliche. Das Wohl der Kinder geht ihm vor, der Bestand der Gesellschaft. Wer mit seinem freien Willen gewisse Pflichten eingegangen ist, hat, was nachkommt, nur sich zuzuschreiben und kein Recht, sich zu beklagen. Ich würde mich nicht beklagen,“ schloß er, durchdrungen.
„Und er ist ein Mensch,“ dachte Lola, „der noch keine Handlung mit ruhigem Blut und Voraussicht der Folgen begangen hat!“ Sie äußerte:
„Wie Sie von Pflicht zu sprechen wissen! Sie sind förmlich ehrwürdig!“
„Tatsache ist,“ sagte Botta, „daß Sie einen ausgezeichneten Verteidiger der guten Sache geben würden; — und Gott weiß, daß sie Verteidiger braucht . . .“
Er wartete, ob man nicht ihn selbst auffordern werde. Dann beschied er sich:
„Stellen Sie doch Ihre Kandidatur auf!“
Deneris und Cavà stimmten ein. Lola bestätigte:
„Sie müssen ins Parlament und die Ehe retten.“