„Wie willst du handeln, Mai? Daß du ihm kein Wort sagst, du würdest mich sehr böse machen.“

„Ich habe das Recht, ihm zu verbieten, daß er meine Tochter noch länger kompromittiert. Man bleibt nicht mit einem jungen Mädchen drei Stunden vom Hause fort. Laß mich nur machen, ich bin erfahrener.“

Lola wendete sich hin und her.

„Warum muß ich denn heiraten?“

„Damit du einmal zur Ruhe kommst. Weißt du das nicht? Und die Geldsachen aufhören. Seit Paolo all unser Geld in dieses Ansiedelungsunternehmen gesteckt hat, kriegen wir immer weniger.“

Mai war ganz Gesetztheit, ganz Vernunft.

„Aber wenn das Geschäft gelingt, sind wir reich.“

„Du selbst hast noch gestern gezweifelt. Besser, wir versorgen dich gleich.“

„Mir widerstrebt es, Mai. Ich werde Pardi nur heiraten, wenn unser Geschäft gelungen ist. Jetzt mußt du dich wohl anziehen,“ setzte sie rasch hinzu.

„Nein,“ sagte Mai ebenso rasch, und als habe sie darauf gewartet. „Ich werde mich gar nicht anziehen. Ich bin gut genug, wie ich bin. Aber ich werde dir helfen.“