„Gute Unterhaltung!“

„Ich befehle Ihnen . . .“

„Bitte?“

„Sie werden nicht mit Nutini gehen! Sie werden ihn nicht lieben!“

„Ich liebe, wen ich will.“

„Hüten Sie sich!“

„Morgen reise ich, und er folgt mir.“

„Schweigen Sie! Ich befehle es!“

„Sie befehlen mir? Gehen Sie!“

Die lange Halskette, die von ihren vorgestreckten Schultern herabschaukelte, knirschte unter Lolas Fingern: sie hatten eine Perle zerrieben. Die andern rannen auf den Teppich, ein dünner, bunter Regen. Pardi sah zuerst ihn, dann Lolas dicke Falte, die bewußtlose Wut ihrer Augen, die ganz leise und ohne die seinen loszulassen, hin und herrückten. Und da gewahrte Lola, wie er rückwärts ging. Kein Wort mehr sagte er, tastete hinter sich nach dem Türgriff und verschwand. Lola erstaunte; aber im Begriff, sich aufzurichten, erkannte sie im Spiegel den ganzen irren Schwung des Hasses, den ihr Körper ausdrückte. Sie setzte sich, strich sich über die Stirn. „Er hat wohl geglaubt, ich würde ihm in die Augen springen?“ Die Wonne der Freiheit begann plötzlich in ihr zu strömen. „Ich bin ihn los! Er ist vor mir davongelaufen! Ich kann tun, was ich will!“