Lola stimmte rasch und verlegen bei. Es eilte ihr, über dieses, wahrscheinlich gar nicht vorhandene Gesinde hinwegzukommen. Aber die Bernabei fuhr fort und ordnete, wie sie sich auf den Strohstuhl setzte, sorgfältig ihre Falten:
„Was sagen Sie zu der Wohnung? Mein Gott, die Auswahl war in diesem Augenblick natürlich nicht groß.“
„Sehr hübsch,“ brachte Lola hervor.
„Ich hoffe, ich werde hier meinen Kreis empfangen können.“
Lola verstummte. Die Lider der Bernabei klappten, auch heute rot geschminkt, auf und zu über den kleinlich besorgten Augen.
„Wer hat Ihnen das Kleid gemacht?“ fragte sie.
Und Lola sah entsetzt von ihr zu der Verwandten. War diese Frau durch ihr Unglück verstört? Nein: sie hatte dieselben Augen; jedes blaßblonde Haar lag an seinem Platze. Diese ärmliche Korrektheit, während Empörung sie hätte zerreißen müssen! „Du mußt doch fühlen . . .“ wollte Lola sagen. „Heuchle nicht mit mir! Was liegt daran. Du denkst weder an mein Kleid noch an deinen Kreis.“ Sie entschloß sich:
„Ich komme, Ihnen zu sagen, wie ungerecht ich Sie behandelt finde.“
Die Bernabei sah sie zwinkernd an. Weinerlich:
„Sagen Sie das nur! Eine Unschuldige so zu verfolgen!“