„— steht er auf, holt einen Strick und —“
Claudia stand, von Grausen erkältet, sehr steif, die Arme am Leib. Ihre Augen sahen den Mörder kommen.
„— schnürt ihr den Hals zu, wie einem Spatz. Dann hängt er sie auch noch an die Decke.“
Und Claudia machte sich, dumpf stöhnend, noch starrer, verdrehte die Augen und streckte die Zunge aus. Plötzlich fiel sie auf einen Stuhl. Nach vorn geworfen, heftig flüsternd:
„Und das ist ganz der Typus meines Mannes! Auch mein Mann ist ein Neurastheniker, auch er trinkt, schreit mich an . . . und eines Tages wird er schweigen und —“
Claudia führte mit der geballten Hand rasche Kreise um ihren Hals. Dann zog sich ihr Gesicht zusammen, und laute Tränen kamen. Lola ließ sich, erschreckt, vor ihr auf die Knie.
„Aber Claudia, jene Frau hatte einen Liebhaber.“
Claudia klammerte sich an.
„Ich habe solche Angst!“
„Wovor, Liebling? Du bist nicht wie jene.“