„Doch!“ — mit großen, nassen Sünderinnenaugen. Und schwer nickend:
„Ich habe einen Geliebten. O, frage mich nicht, wen! Aber glaube nur, wenn du’s noch nicht weißt: unsere Männer sind von einer Art, daß wir einen Trost brauchen.“
„Ich weiß es schon.“
„Wie du nun aussiehst. An wen denkst du jetzt? Verrate mir dein Geheimnis, Lolina?“
Lola schrak auf und machte sich los.
„An niemand denke ich, sei versichert. Aber auch wenn ich meinen Mann nicht mehr lieben würde, ich nähme doch nie einen Geliebten. O, ich verurteile euch nicht; ihr seid anders. Nur ich habe nicht das Recht dazu.“
Claudia richtete ihre kleine elegante Gestalt auf. Tragisch:
„Wir bezahlen dafür. Möblierte Zimmer oder . . . so.“
Sie ließ nochmals die ganze Zunge hängen. Und leichtsinnig zärtlich:
„Aber Spaß macht’s doch. Sage, Lolina, warum könntest nicht auch du —? Hast du nicht gemerkt, daß Valdomini in dich verliebt ist? Übrigens sind viele es, nur daß du sie entmutigst. Aber wie ich lachen wollte, wenn Pardi —“