[31] wicken = vorhersagen, drohen.
[32] Hoffetod stirbt so leicht nicht.
[33] Kalte Schale, Wein mit eingebrocktem Honigkuchen.
[34] „Je näher der Braut, desto weiter hinteraus“, d. h. je näher einer der Braut verwandt ist, desto weiter muß er hinter ihr zurücktreten.
[35] Bänder.
[36] Der Sitte gemäß wurde in den Strauß eine Zitrone getan. Strauß und Tuch war von der Braut als Opfer für den Pastor auf den Altar zu legen.
[37] Leute, welche dem Hochzeitszuge „vorhalten“, was entweder mit ausgebreiteten Armen oder mit einer Stange geschieht, werden mit Geld beschenkt, worauf sie sagen: „Giut Liun!“, was wohl mit „gut Lohn“ zu verhochdeutschen ist, aber auch „gut Luna!“ bedeuten könnte. Zur Zeit des Vollmondes pflegt man nämlich im Hildesheim’schen zu sagen: „We häaut jetz giut Liun.“ Hier wird Liun ohne Zweifel mit Luna zu übersetzen sein.
Verlag von Martin Warneck, Berlin W. 9.
Heinrich Sohnrey’s Schriften:
Friedesinchens Lebenslauf. 18. Aufl. Hübsch illustr.