Wollen seck wischen,

Fällen in de Mischen.“

Aber Marten hörte kaum noch darauf. Er riß die Geliebte aufs neue an sich, küßte sie leidenschaftlich und erdrückte sie fast.

„Marten, Marten!“ schluchzte sie, in seinem Arm sich windend, „hast du mich wahrhaftig gern, so hüte dich und mich vor einer Schlechtigkeit. Ich will keine Falschheit begehen hinter dem Rücken deines Bruders.“

„Was ist Schlechtigkeit, Mädchen, was Falschheit! Was ist Sturm und Eis? Kann der Sturm was dazu, daß er da ist? Kann das Eis was dazu? Kann das Feuer was dazu, daß es brennt? Kannst du was dazu, daß du meinen Bruder nicht magst? Wär’s nicht eher eine Falschheit, wollten wir ihn noch länger in seiner Meinung bestärken?“

„O Gott, o Gott!“ stöhnte sie.

„Kannst du die Sonne bedecken? Ist die Liebe in unserm Willen? Kann ich was dazu, daß ich dich lieb habe wie nichts anderes auf der Welt, daß ich wahnsinnig werden möchte, wenn ich dich aufgeben sollte?“ Er breitete die Arme aus, umschlang sie aufs neue, hob sie mit wilder Gewalt empor, trug sie durch den dämmernden Raum, ließ sie wieder an seiner Brust herniedergleiten und küßte sie schier bis zur Betäubung.

Die Pferde stampften, als wollten sie mahnen: Marten, vergiß dich nicht und vergiß uns nicht! Aber so aufmerksam er sonst auf die Pferde war, — heute hörte er sie nicht.

Da stapfte jemand am Hause her und näherte sich der Haustür.

Nun mußte er sie wohl lassen.