Sollte mich denn das nicht kränken?

Habe dich so treu geliebt.“

Steffen lachte herzhaft, Marten aber, der das Lied von der Spinnstube kannte, nahm noch vor dem letzten Verse den Sack auf und ging mit ihm die Bodentreppe hinauf.

Steffen bot dem Marteneinsammler ein Vesper an. Der wehrte aber: „Nur nichts Hartes! Der größte Teil der Welt, habe ich gehört, soll aus Flüssigkeit bestehen. Das hat Wickenthies schon geprophezeit, und mein Kollege der Kuhfeldmarschall ist durchaus auch dieser Meinung.“

Steffen freute sich herzlich über den witzigen Gast und freute sich wohl auch, daß er nun den Buddel aus dem Küchenschranke holen konnte, was er vorhin mit Rücksicht auf den Bruder unterlassen hatte.

Als Steffen mit dem Buddel die Treppe herauf und Marten gleichzeitig mit dem angefüllten Sacke die Treppe herab kam, schlug sich Oppermann auf das gesunde Bein und sagte: „Wenn’s immer so ginge, daß mir’s Glück von oben und von unten käme, könnte ich all meine Lebetage so auf ’m Stuhle sitzen bleiben, was ich mir wohl manchmal gewünscht habe. Aber dann möchte ich nur wissen, ob man’s auch sein Lebelang so auf dem Stuhle aushielte.“

Steffen rieb sich’s Hosenbein und lachte. Marten lächelte ein wenig und meinte: „No, beim Schweinehüten hättest du doch Zeit und Gelegenheit genug, die Sache auszuprobieren.“

Die listigen Augen unter den fahlen Büschen blinzelten. „Doch wohl kaum,“ erwiderte Oppermann, „denn beim Schweinehüten wird einem kein Stuhl hingestellt. Da muß man schon lang auf der Erde liegen. Aber auch das hat mir immer recht gut gefallen, was ich allemal dann am deutlichsten merkte, wenn ich wieder aufstehen mußte. Nur weiß ich auch da nicht, ob es mir so gut bekommen würde, wenn ich mein Lebtag so lang auf der Erde liegen könnte, ohne daß ich von den Schweinen des Lebens zum Aufstehen genötigt würde.“

Er nahm den Sack, guckte hinein, hob den Zeigefinger und sagte: „Wir hatten doch früher ’n Vizekönig?“ Als die Brüder darauf nickten, krächzte er: „Dann könntet ihr auch noch ’n paar Fizebohnen eintun.“

„Unsre Fizebohnen taugen dies Jahr nichts,“ wehrte Marten auflachend ab.