Dann musst Du hinab in den Garten gehn;
Musst liebevoll nach den Blumen sehn.
Manch Mägdlein liess sie traurig stehn,
Sie mussten sterben und vergehn.

Wenn der Mond in hellen Silbernächten
Steigt leise in Dein Kämmerlein,
Wenn er spielt mit Deinen goldnen Flechten,
Schaut in die Augen Dir hinein,
Wenn er küsst Dein weiches Seidenhaar,
Dann bringt er Dir meine Grüsse dar.

Ihr bunten Frühlingssänger zieht
Über Wald und Haide mit meinem Lied!
Du wilder, rasender Frühlingswind
Grüss' in der Ferne mein goldiges Kind!
Braus' über die weite Haide hin;
Grüss' meine Herzenskönigin!