Käthchen. Hilf mir, mein hoher Herr.
Der Graf vom Strahl. Ja, ich dir helfen, Du wunderliches Ding.—(Er hält inne.)
Besinnst du dich auf nichts?
Käthchen (sieht vor sich nieder).
Der Graf vom Strahl. Was für ein Ort, wo du mich je gesehen, Ist dir im Geist, vor andern, gegenwärtig.
Käthchen. Der Rhein ist mir vor allen gegenwärtig.
Der Graf vom Strahl. Ganz recht. Da eben wars. Das wollt ich wissen. Der Felsen am Gestad des Rheins, wo wir Zusammen ruhten, in der Mittagshitze. - Und du gedenkst nicht, was dir da geschehn?
Käthchen. Nein, mein verehrter Herr.
Der Graf vom Strahl. Nicht? Nicht? - Was reicht ich deiner Lippe zur Erfrischung?
Käthchen. Du sandtest, weil ich deines Weins verschmähte, Den Gottschalk, deinen treuen Knecht, und ließest Ihn einen Trunk mir, aus der Grotte schöpfen.