Käthchen. Du stießest mich mit Füßen von dir.

Der Graf vom Strahl. Mit Füßen? Nein! Das tu ich keinem Hund.
Warum? Weshalb? Was hattst du mir getan?

Käthchen. Weil ich dem Vater, der voll Huld und Güte, Gekommen war, mit Pferden, mich zu holen, Den Rücken, voller Schrecken, wendete, Und mit der Bitte, mich vor ihm zu schützen, Im Staub vor dir bewußtlos nieder sank.

Der Graf vom Strahl. Da hätt ich dich mit Füßen weggestoßen?

Käthchen. Ja, mein verehrter Herr.

Der Graf vom Strahl. Ei, Possen, was! Das war nur Schelmerei, des
Vaters wegen. Du bliebst doch nach wie vor im Schloß zu Strahl.

Käthchen. Nein, mein verehrter Herr.

Der Graf vom Strahl. Nicht? Wo auch sonst?

Käthchen. Als du die Peitsche, flammenden Gesichts, Herab vom Riegel nahmst, ging ich hinaus, Vor das bemooste Tor, und lagerte Mich draußen, am zerfallnen Mauernring Wo in süßduftenden Holunderbüschen Ein Zeisig zwitschernd sich das Nest gebaut.

Der Graf vom Strahl. Hier aber jagt ich dich mit Hunden weg?