Käthchen. Nein, mein verehrter Herr.

Der Graf vom Strahl. Und als du wichst, Verfolgt vom Hundgeklaff, von meiner Grenze, Rief ich den Nachbar auf, dich zu verfolgen?

Käthchen. Nein, mein verehrter Herr! Was sprichst du da?

Der Graf vom Strahl. Nicht? Nicht?—Das werden diese Herren tadeln.

Käthchen. Du kümmerst dich um diese Herren nicht. Du sandtest Gottschalk mir am dritten Tage, Daß er mir sag: dein liebes Käthchen wär ich; Vernünftig aber möcht ich sein, und gehn.

Der Graf vom Strahl. Und was entgegnetest du dem?

Käthchen. Ich sagte, Den Zeisig littest du, den zwitschernden, In den süßduftenden Holunderbüschen: Möchtst denn das Käthchen von Heilbronn auch leiden.

Der Graf vom Strahl (erhebt das Käthchen). Nun dann, so nehmt sie hin, ihr Herrn der Vehme, Und macht mit ihr und mir jetzt, was ihr wollt.

(Pause.)

Graf Otto (unwillig). Der aberwitzge Träumer, unbekannt Mit dem gemeinen Zauber der Natur!—Wenn euer Urteil reif, wie meins, ihr Herrn, Geh ich zum Schluß, und laß die Stimmen sammeln.