Käthchen. Ich danke dir, lieber Vater.
Theobald. Du dankst uns.
Gottfried. Du verschmähst alles.
Theobald. Du begehrst nichts, als daß ich ein Ende mache: hingehe und dem Prior Hatto,—meinem alten Freund, sage: der alte Theobald sei da, der sein einzig liebes Kind begraben wolle.
Käthchen. Mein lieber Vater!
Theobald. Nun gut. Es soll geschehn. Doch bevor wir die entscheidenden Schritte tun, die nicht mehr zurück zu nehmen sind, will ich dir noch etwas sagen. Ich will dir sagen, was Gottfried und mir eingefallen ist, auf dem Wege hierher, und was, wie uns scheint, ins Werk zu richten notwendig ist, bevor wir den Prior in dieser Sache sprechen.—Willst du es wissen?
Käthchen. Rede!
Theobald. Nun wohlan, so merk auf, und prüfe dein Herz wohl!—Du willst in das Kloster der Ursulinerinnen gehen, das tief im einsamen kieferreichen Gebirge seinen Sitz hat. Die Welt, der liebliche Schauplatz des Lebens, reizt dich nicht mehr; Gottes Antlitz, in Abgezogenheit und Frömmigkeit angeschaut, soll dir Vater, Hochzeit, Kind, und der Kuß kleiner blühender Enkel sein.
Käthchen. Ja, mein lieber Vater.
Theobald (nach einer kurzen Pause). Wie wärs, wenn du auf ein paar Wochen, da die Witterung noch schön ist, zu dem Gemäuer zurückkehrtest, und dir die Sache ein wenig überlegtest?