Eginhardt. Freunde, es ist alles, wie der Ruf uns erzählt! Sie gehen mit vollen Segeln auf dem Ozean der Liebe, und ehe der Mond sich erneut, sind sie in den Hafen der Ehe eingelaufen.

Rheingraf. Der Blitz soll ihre Masten zersplittern, ehe sie ihn erreichen!

Friedrich. Sie sind miteinander verlobt?

Eginhardt. Mit dürren Worten, glaub ich, nein; doch wenn Blicke reden, Mienen schreiben und Händedrücke siegeln können, so sind die Ehepakten fertig.

Rheingraf. Wie ist es mit der Schenkung von Stauffen zugegangen?
Das erzähle!

Friedrich. Wann machte er ihr das Geschenk?

Eginhardt. Ei! Vorgestern, am Morgen ihres Geburtstags, da die Vettern ihr ein glänzendes Fest in der Thurneck bereitet hatten. Die Sonne schien kaum rötlich auf ihr Lager: da findet sie das Dokument schon auf der Decke liegen; das Dokument, versteht mich, in ein Briefchen des verliebten Grafen eingewickelt, mit der Versicherung, daß es ihr Brautgeschenk sei, wenn sie sich entschließen könne, ihm ihre Hand zu geben.

Rheingraf. Sie nahm es? Natürlich! Sie stellte sich vor den
Spiegel, knixte, und nahm es?

Eginhardt. Das Dokument? Allerdings.

Friedrich. Aber die Hand, die dagegen gefordert ward?