(Sie ersteigen den Hügel)

Die Oberpriesterinn.
Der Königinn!—Nein, sprich! Es ist unglaublich—
—Warum, wenn noch die Schlacht nicht ausgewüthet,
Das Fest der Rosen ordnete sie an?

Die Hauptmännin.
Das Rosenfest—Gab sie Befehl denn wem?

Die Oberpriesterinn.
Mir! Mir!

Die Hauptmännin.
Wo? Wann?

Die Oberpriesterinn. Vor wenigen Minuten
In jenes Obelisken Schatten stand ich,
Als der Pelid, und sie, auf seiner Ferse,
Den Winden gleich, an mir vorüberrauschten.
Und ich: wie geht's? fragt' ich die Eilende.
Zum Fest der Rosen, rief sie, wie du siehst!
Und flog' an mir vorbei und jauchzte noch:
Laß es an Blüthen nicht, du Heil'ge, fehlen!

Die erste Priesterinn. (zu den Mädchen)
Seht ihr sie? sprecht!

Das erste Mädchen. (auf dem Hügel)
Nichts, gar nichts sehen wir!
Es läßt kein Federbusch sich unterscheiden.
Ein Schatten überfleucht von Wetterwolken
Das weite Feld ringsher, das Drängen nur
Verwirrter Kriegerhaufen nimmt sich wahr,
Die im Gefild' des Tod's einander suchen.

Die zweite Priesterinn.
Sie wird des Heeres Rückzug decken wollen.

Die Erste.
Das denk' ich auch.—