Der Prinz von Homburg tritt auf.—Die Vorigen.
Der Prinz von Homburg.
O meine teuerste Natalie!
(Er legt ihre Hand gerührt an sein Herz.)
Natalie.
So ist es wahr?
Der Prinz von Homburg.
O! könnt ich sagen: nein!
Könnt ich mit Blut, aus diesem treuen Herzen,
Das seinige zurück ins Dasein rufen!
Natalie (trocknet sich die Tränen).
Hat man denn schon die Leiche aufgefunden?
Der Prinz von Homburg.
Ach, mein Geschäft, bis diesen Augenblick,
War Rache nur an Wrangel; wie vermocht ich,
Solch einer Sorge mich bis jetzt zu weihn?
Doch eine Schar von Männern sandt ich aus,
Ihn, im Gefild des Todes, aufzusuchen:
Vor Nacht noch zweifelsohne trifft er ein.
Natalie.
Wer wird, in diesem schauderhaften Kampf,
Jetzt diese Schweden niederhalten? Wer
Vor dieser Welt von Feinden uns beschirmen,
Die uns sein Glück, die uns sein Ruhm erworben?
Der Prinz von Homburg (nimmt ihre Hand).
Ich, Fräulein, übernehme eure Sache!
Ein Engel will ich, mit dem Flammenschwert,
An eures Throns verwaiste Stufen stehn!
Der Kurfürst wollte, eh das Jahr noch wechselt,
Befreit die Marken sehn; wohlan! ich will der
Vollstrecker solchen letzten Willens sein!
Natalie.
Mein lieber, teurer Vetter!