Natalie.
O sel'ge Stunde, die mir aufgegangen!
Hier, nehmt, hier ist die Feder; nehmt, und schreibt!

Der Prinz von Homburg.
Und hier die Unterschrift?

Natalie. Das F; sein Zeichen!
O Bork! O freut euch doch!—O seine Milde
Ist uferlos, ich wußt es, wie die See.—
Schafft einen Stuhl nur her, er soll gleich schreiben.

Der Prinz von Homburg.
Er sagt, wenn ich der Meinung wäre—?

Natalie (unterbricht ihn). Freilich!
Geschwind! Setzt Euch! Ich will es Euch diktieren.

(Sie setzt ihm einen Stuhl hin.)

Der Prinz von Homburg.
—Ich will den Brief noch einmal überlesen.

Natalie (reißt ihm den Brief aus der Hand).
Wozu?—Saht Ihr die Gruft nicht schon im Münster,
Mit offnem Rachen, Euch entgegengähn'n?—
Der Augenblick ist dringend. Sitzt und schreibt!

Der Prinz von Homburg (lächelnd).
Wahrhaftig, tut Ihr doch, als würde sie
Mir, wie ein Panther, übern Nacken kommen.

(Er setzt sich, und nimmt eine Feder.)