Parozzi. Nun, und ich sage euch, der Kerl raset.
Contarino. Aber nimm du dich in Acht. Gritti ist fürchterlich.
Falieri. Der Doge ist der elendeste Gauch von der Welt; er kann ein ganz guter Soldat sein, aber Kopf hat er nicht.
Contarino. Und ich schwöre dirs, Gritti ist wild wie ein Löwe und schlau wie ein Fuchs.
Falieri. Durch das verdammte Kleeblat, davon er der Stiel ist, der es um sich zusammen hält. Man nehme ihm den Sylvio, Conari, und Dandoli, so wird er dastehn, wie ein Schulknabe im Examen, dem mans Concept gestohlen hat.
Memmo. Ja, wahrhaftig.
Falieri. Und stolz ist der Gritti, wie ein Bauer, dem man ein Purpurkleid angezogen hat. Bei Gott, er ist unleidlich. Bemerkt ihr denn gar nicht, wie er täglich seinen Hofstaat vermehrt?
Memmo. So wahr ich lebe, du hast Recht.
Contarino. Und welche Gewalt er sich allenthalben anmaßt? Die Signoria, die Quaranti, die Procuratoren di St. Marco, die Avogadori wollen und wünschen nichts anders, als was dem Gritti gefällt. Alle hängen sie an dem Faden seiner Launen wie Marionetten, die ihre Holzköpfe schütteln oder verneigen, nachdem sie gezogen werden.