Molla. Ach du armer, unglükseliger Matteo!

Abaellino. Nicht doch, Molla, mein Schäzchen, wer wollte so sehr verrathen, daß man ein Weib sei. Komm und laß uns das Gespräch fortsezzen, das ich vorhin zerriß. Sez dich zu mir und gieb mir ein Mäulchen. —

Molla. Geh, Ungeheuer.

Abaellino. Hat Liebchen die Laune verloren? Nun wohl, sie wird schon zurükkehren, und wer weis, wie es dann um die meinige steht.

Baluzzo. Daß dich der Geier fasse, Abaellino, du bist unausstehlich!

Abaellino. Bist du eifersüchtig? Ho, ho, befürchte nichts!

Baluzzo. Verdammt seist du mit deinem hirnlosen Gewäsch; saalbadre ein andermahl. Jezt laß uns überlegen, was zu thun sei?

Petrini. Freilich, es ist hier nicht die Zeit zum Spassen.

Thomas. Abaellino, ich halte dich für einen gewizten Kerl, gieb Rath, was sollen wir thun?

Abaellino. (nach einer Pause) Nichts oder vieles. Entweder wir bleiben, was wir sind, und wo wir sind, morden für Geld und gute Worte einem Schurken zum Gefallen jeden ehrlichen Mann, lassen uns zulezt hängen, rädern, braten, an die Galeeren schmieden, kreuzigen und köpfen, je nachdem es der blinden Justiz behagt, oder — —