Einige. Oder?

Abaellino. Oder wir theilen unsern Raub, verlassen die Republik, beginnen ein ehrliches Leben, und söhnen den Himmel wieder mit uns aus. Seht, ihr habt izt soviel, daß ihr zeitlebens nicht in die verlegne Frage gerathen dürfet: woher nehmen wir Brod? — Ihr kauft euch in einem fernen Lande eine Villa, oder ein Wirthshaus, oder treibt Handel, oder ein Gewerbe, welches euch besser gefällt, als die Meuchelmörderei. Ihr mustert die Schönen, wählt euch ein Weibchen, zeugt Söhne und Töchter, eßt und trinkt und wezt die Scharten aus, durch eure Ehrlichkeit, die ihr durch Büberei schluget.

Thomas. Ha, ha, ha!

Abaellino. Was ihr thut, will auch ich thun, in eurer Gesellschaft laß ich mich entweder hängen und rädern, oder zum ehrlichen Kerl machen. — Nun wählt!

Thomas. Ein alberner Rath!

Baluzzo. Die Wahl hält nicht schwer.

Abaellino. Ich sollt’ es auch glauben.

Thomas. Wir bleiben beisammen, und treiben nach wie vor unser altes Gewerbe. Das bringt Geld und ein flottes Leben.

Petrini. Mein Seel, Kerl, du sprichst mir aus dem Herzen.

Thomas. Wir sind zwar Banditen, aber doch ehrliche Kerls, und der Donner über den, der dies läugnet. Vor allen Dingen aber müssen wir uns einige Tage eingezogen halten, damit wir nicht etwa verrathen werden, denn der Doge hat gewis izt seine Spione allenthalben. Dann aber schleichen wir uns, erkundigen uns nach dem Mörder Matteo’s und erdrosseln ihn zum warnenden Beispiel gratis.