Alle. Bravo! bravissimo!

Petrini. Und du, Thomas, bist dafür von heut an unser Meister.

Baluzzo. Ja, an Matteo’s Stelle.

Alle. Ja, ja!

Abaellino. Und ich sage, als ein braver Gesell hierzu mein herzliches Amen.

Zweites Buch.

Erstes Kapitel.
Der Geburtstag.

In ängstlicher Einsamkeit, eingeriegelt in ihren dumpfen Kammern, betrauerten die Banditen den Tod ihres Matteo; jeder Schlag an ihre Thüren machte sie zittern; jedes Geräusch auf der Straße machte sie grausen.

Fröhlicher aber und herrlicher gings im herzoglichen Pallast einher. Der Doge feierte den Geburtstag seiner schönen Nichte Rosamunde, und Venedigs Adel, die Gesandten und hohen Fremden machten mit ihrer Gegenwart dieses Fest zum glänzendsten in seiner Art.

Keine Herrlichkeit war hier gespart, keine Quelle der Freude verschlossen geblieben. Ueppig buhlten alle Künste um den Vorrang; Venedigs erste Dichter besangen diesen Tag schöner, als je, denn sie sangen Rosamunden; die Tonkünstler und Virtuosen verschwendeten hier die Allmacht der Musik, denn es galt Rosamunden; alle athmeten Seligkeit, alles schwelgte in der seltnen Verbindung jeder Freude; der Geist des Vergnügens umschwebte den Greis und den Jüngling, die Matrone und das Mädchen.