„Schurke!“
„In vier und zwanzig Stunden sind Kanari und Dandoli zum Teufel! sag, Abaellino hats gesagt!“
Bei diesen Worten zog der Bandit ein Terzerol hervor, schos es in die Luft ab — der Herzog prallte zurük, und als er sich umsah, war Abaellino verschwunden.
An eben demselben Abend, oder vielmehr in der Mitternachtsstunde stand Abaellino im Pallaste des Kardinal Grimaldi unter den Verschwornen. Parozzi, Memmo, Falieri, Kontarino, welche wir schon kennen und andre ihres saubern Gelichters waren gegenwärtig.
Man sas eben bei Tische und schwenkte die vollen Pokale. Grimaldi erzählte, wie er sich beim Dogen eingeschmeichelt und den Parozzi, Memmo Kontarino und Falieri empfohlen hätte; Kontarino prahlte mit der erledigten Procuratorstelle, wie sie ihm gewiß nicht entgehn würde, Parozzi zweifelte gar nicht an Dandolis oder Kanaris Stelle beim Herzog Plaz nehmen zu können, wenn sie nur erst hingerichtet sein würden und — in dem Augenblik stand Abaellino vor ihnen.
„Na, rief er: Wein her! das Werk war vollbracht! Dandoli und Kanari sizzen jezt beim Teufel zum Nachtmahl! —“
Alle sprangen erstaunt auf.
„Und den Dogen hab ich persönlich Wahrheiten gesagt. Seid ihr nun zufrieden mit mir, ihr Bluthunde?“
„Flodoarden noch!“ schrie jauchzend Parozzi, und Abaellino rief: Brr! Brr!