Flodoard empfahl sich schnell. Rosamunde bebte am Arme des Herzogs und Gritti schüttelte den Kopf.

Drittes Kapitel.
Die nächtliche Verschwörung.

„Juchheisa!“ rief in der Mitternachtsstunde Parozzi im Zimmer des Kardinals Grimaldi, wo das ganze höllische Complot wieder beisammen war: die Sachen gehn treflich. Flodoard ist heut angekommen und Abaellino schon richtig bezahlt!

Grimaldi. Der Flodoard ist ein Schlaukopf, ich wünschte lieber, er bliebe am Leben und schlüge sich zu unsrer Parthei. Ich sage euch, Flodoard ist ein Schlaukopf!

Parozzi. Wie die Vagabonden immer sind.

Memmo. Und stolz ist er, stolz, als wär er Venedigs Herrgott.

Falieri. Rosamunde, wie ich erfahren habe, soll ihm nicht unhold sein.

Parozzi. O, Geduld, Abaellino bricht ihm den Hals, dann kann er mit dem Teufel und seiner Grosmutter liebeln.

Kontarino. Uebrigens hab ich troz aller Kundschaft seinetwegen in Florenz wenig erfahren. Es sollen einmahl, schreibt man mir, es sollen einmahl Flodoardo’s in Florenz existirt, aber sich längst von da hinweg begeben haben, man wisse nicht, wohin? und zu dieser Familie Flodoardo müsse denn wohl unser Vagabond gehören.

Grimaldi. Der Doge hat euch also sämmtlich auf morgen Nachmittag zu sich eingeladen?