Grimaldi. Hat Flodoard die Sbirren zur Hülfe?
Gritti. Keinen, als sich selber. Seit gestern ist er nun schon abwesend, um auf den Banditen Jagd zu machen.
Grimaldi. (mit einem triumphirenden Lächeln zu Parozzi) Glük zu, Sennor!
Parozzi. (mit einer erfurchtsvollen Verbeugung) Gewiß, Ew. Eminenz prophezeien wahr.
Memmo. Ich lebe wieder auf. Nun, nun! man wird doch sehen!
Drei und zwanzig Stunden waren vorüber, seit dem Gelübde des kühnen Flodoard — die vier und zwanzigste brach an und er kam noch nicht.
Fünftes Kapitel.
Höllenangst.
Der Doge wurde unruhig. Der Senator fieng an für seine tausend Zechinen zu zittern, und Kontarino und seine Parthei lachten schadenfroh, wie wohl Kontarino laut bekannte: er wünsche lieber tausend Zechinen und zwei tausend zu verlieren, weil mit der Gefangenschaft Abaellinos die allgemeine Sicherheit der Republik gewönne.
Es schlug im Thurme der St. Markuskirche fünf Uhr — Rosamunde bebte; Todesschweis perlte von ihrer schönen Stirn. Flodoard kam noch nicht.
Der alte Andreas Gritti liebte Flodoarden wirklich — jezt schauderte er zum erstenmal vor dem Gedanken, daß Abaellinos Dolch gesiegt haben könne.