Holder verlies ihn; der Graf warf sich ermüdet unter den Fliederbaum hin, und entschlief bald, eingewiegt von dem leisen Säuseln der über ihn hernieder hängenden Zweige.

Einige Zeit darauf traten Holder, seine Gattin und der biedre Onkel herein. Sie stellten sich um den schlummernden Geliebten, und sahen einige Zeit auf ihn gerührt herab.

„Nein,“ sagte Rikchen: „es thut mir zu wehe um ihn, ich bitte Euch, ihr Lieben, laßt es ungeschehn.“

„„Ei Poz!““ hub der Onkel an? „„ich sehe zwar den Nuzzen davon nicht ein, aber sagts doch Freund Holder, und was der sagt, muß geschehn, was der sagt, ist gut, weil er klüger ist, als ich und Du und der Kammerherr.““ Rikchen schwieg; sie kniete neben ihrem Florentin nieder, bog sich über ihn und küßte ihn sanft.

„Fort! fort; kommandirte der Onkel! Weißt Du was Freund Holder mir sagte?“

„„Und was denn?““ fragte Rikchen, indem sie aufsprang, und neugierig zu ihrem Onkel trat.

Florentins Schiksal wäre krank, todkrank und verdiente daher eine wirksame Arzenei.“

„„Verstehen Sie etwas von diesen Worten meines Mannes?““

„Nein, Rikchen, das nun wohl nicht, aber mir ists doch so dämmernd!“

Holder lächelte, schlang seine Arme um Beide und führte sie aus dem Garten.