„Wer sind die?“

„„Ihr kennt ja die Unbekannten!““

„Ha! die, die der Unschuld Rächer?“ —

„Nun ja!“

„O so heb ich meine Hände empor zu Gott, der auch in diesen finstern Gewölben wohnt, und danke ihm. Heil den Unbekannten, und gelobet seien ihre Werke! — daß sie mich würdigten der geringste unter ihnen zu sein, mein ganzes Leben weihte ich ihren herrlichen Plänen!“

Der Graf weinte jezt, er sezte sich auf den Erdboden nieder, den Ellnbogen auf das Knie, ließ er traurig seine Stirn auf die flache Hand sinken. —

Plözlich öfnete sich eine Thüre linker Hand, ein ehrwürdiger Greis trat herein und verkündete ihm seine Befreiung.

„Ich bin frei?“ sagte Florentin und umarmte zitternd den Alten, „ich bin frei?“

Der Alte erwiederte nichts, sondern führte ihn aus dem Kerker einige Wendeltreppen hinan an die freie Gottesluft. — Es war Nacht und freies Feld um ihn her.

„Jezt entflieht!“ hub der Alte an, und reichte dem Grafen eine Blendlaterne.