Onkel. Aber mein Gott — —
Holder. Ich darf hier nicht Einrede wagen, ich darf auch nicht bitten. — Sie entscheiden und Ihrem Befehl muß ich mich untergeben.
Onkel. (in großer Verlegenheit) Aber was soll denn mit dem Lieben am Ende werden?
Rikchen. Gar nichts, gar nichts, verlassen Sie sich darauf.
Onkel. Ich kanns doch nicht machen, wie Onkels in der Komödie. — —
Rikchen. Wie machens denn die?
Onkel. Euch die Hände in einanderlegen und sagen: der Himmel segne eure Liebe, seid glüklich und damit holla.
Rikchen. Je, warum denn nicht?
Holder. (ernsthafter) Ich verstehe Sie.
Man ging zum Abendessen. Der Graf schwieg über Tische. Holder ebenfalls. Rikchen fragte verschiednes und erhielt keine Antwort. Zulezt standen sie auf; das gute Mädchen sezte sich in einen Winkel und weinte, Holder entfernte sich in sein Zimmer, und der Onkel, der seinen Liebling nicht weinen sehen konnte, ging frühzeitig schlafen.