Präsident. Der Graf selber wird uns die Visite machen.
Agathe. O weh, desto schlimmer! erlauben Sie, daß ich mich in die Einsamkeit retirire; ich will Aesops Fabel vom Fuchs und dem leeren Statüenkopf lesen.
Präsident. Und (schlau lächelnd.) Die Geschichte mit dem Fräulein von Aldenau ist so gut, als ein Märchen.
Agathe. (mit plözlich aufgeklärter Miene.) Wie, sagen Sie, wie? ein Märchen? — (kalt und stolz.) Doch seis auch, was intereßirts mich?
Präsident. Schade, Schade, daß Dir nicht wohl ist!
Agathe. Ich hoffe, es wird vorübergehn.
Präsident. Nein, nein, liebes Agathchen, hab wohl auf Dich Acht; opfre Deine zarte Gesundheit nicht um der Gesellschaft willen auf!
Agathe. (schmeichelhaft) Nicht doch, Papachen, es würde ja manchen beleidigen, wenn ich in der Gesellschaft fehlte; erlauben Sie mirs nur; — ich erscheine.
Präsident. He, he, he, he! und wer ist denn der Manche? he, he, he! wer ist denn der manche?
Der alte Präsident wollte wizzig, und Agathchen gern roth werden, aber Beiden gelang es nicht.