Dem Prinzen wurd’ es bei dieser Post dunkel um die Augen; sein braunes Gesicht wurde blasgelb, und es fehlte wenig, daß er vor Schrekken umgesunken wäre.
Was blieb ihm bei solchen Umständen zu thun übrig? — Hiergegen fruchtet keine Verstärkung der Leibwache, und eine Bulle konnte leicht dreisig tausend Mann schlagen!
Flimmer fragte den Prinz etliche mal, aber gewann keine Antwort; erst nach einer halben Stunde kam dieser wieder zu sich selber. Einige Flüche machten ihm erstlich Luft, dann war seine sehr natürliche Frage: „Was soll ich thun?“
„Eben das ists, was ich schon längst gern von Euch erfahren möchte!“ entgegnete der Sekretair.
„Ich werde unsinnig!“
„„Freilich, es ist schmerzhaft solchen Streich leiden zu müssen — erfahren zu müssen, daß, wo man am sichersten mit seinem Schiffe zu seegeln wähnt, Klippen, Sandbänke und Untiefen den augenbliklichen Untergang drohn. Und doch ists besser noch zur rechten Zeit die gefährliche Situazion zu entdekken, als dem Schiffbruch unwissend mit vollen Seegeln entgegenzustürzen.““
„Da hast du Recht, aber das beruhigt mich nicht!“
„„Ihr habt ja einen so wakkern Piloten, gnädigster Herr, einen Duur, der Euch leichtlich retten könnte!““ sagte Flimmer und grinsete teuflisch dazu.
„Ah, verdammt! wer weis, ob nicht der Schurke selbst mein ganzes Verderben zubereitet hat!“
„„Aber Ihr selber, mein Prinz, Ihr selber habt mir ja oft die Unmöglichkeit dargethan, daß Duur so handeln könne.““