„„Morgen ist der erste September!““ brummte Dulli, und ein Schauder floß kalt über seine Haut.
Neuntes Kapitel.
Sturm in Kanella.
„Ho, Gianetta, schöne Gianetta, es ist der Abend aufgedämmert! Gianetta, die Erlösung Kanellas beginnt!“ rief der liebetrunkne Enriko vor dem Gemach seiner Geliebten. Und die Thüren sprangen auf; der Jüngling flog in die Arme der stolzen Republikanerin.
„Was willst du, Trauter?“ fragte sie und ihr Auge wandte sich begeistert von den Waffen des schwärmerischen Enriko hinweg.
„„Dich noch einmal sehn. O Gianetta, vielleicht, daß ich für die Vaterlandsfreiheit mein Leben ausblute.““
„Küsse mich, schöner Junge; so liebte ich dich noch nie als in diesem Augenblik!“
„„Ha, der Kuß, und dieser! — o, noch eine Million derselben und ich fühle Muth in mir den Erdkreis zu verwüsten! —““
„Ungestüm!“
„„Ha, bald schwärzt sich unsre Hochzeitnacht! Gianetta —!““
„Wie wenns Grab unser Brautbett würde? — Enriko, mein Enriko, wie dann?“