(man hört rufen: „es lebe der Herzog Piedro!“)
Borghemo. Was?
Giovanni. (schreiend) Es sterbe der Herzog!
Alle. Es lebe die heilige Volksfreiheit!
Borghemo. Ho! wer stürmt in unser Haus?
Etliche. Leibwachen des Herzogs. Zieht die Klingen!
(Geschrei von aussen: „Verräther heraus, Rebellen heraus! es lebe Piedro!“)
Alle. (sich hinausdrängend mit bloßen Degen und Geschrei) Es sterbe Piedro, es lebe die Freiheit! — —
„Wo säumt denn Fiorentino?“ sagte Dulli ärgerlich und ungeduldig zu sich indem er seine Klinge wezte: „hussah, wie sie haussen wimmeln und lärmen, und ich darf nicht darunter wühlen; muß hier sizzen in der verdammten, engen Stube und seiner warten. — Ladda, Ladda! heut räch’ ich deine Schande! — o, arme Ladda, sähest du in dieser Nacht deinen Dulli, du würdest ihn liebgewinnen! — Still! Was war das? riefen sie drunten nicht: „es lebe Piedro?“ (er lehnt sich zum Fenster hinaus) Es sterbe der Bluthund Piedro und seine höllische Rotte! — — Hu, ein dunkler regnichter Abend — desto herrlicher wird der Morgen anbrechen. Dulli, du erlebst einen Morgen der Freiheit, oder siehst die Sonne nie wieder aufgehn. Ja, Dulli schwörts bei seiner unglüklichen Ladda!“
Inzwischen dieser wilde, mordsüchtige Mann ungeduldig das Zimmer auf- und ablief, und Florentins Langsamkeit verwünschte, saß ruhig der große Fiorentino da — und weinte.