Florentin. (sich mit Wehmuth über ihn hinbeugend) Mein einziger, lieber Leidensgefährte, mein treuer Freund, du willst gern von mir?
Badner. Ich muß, und darum — gern. Meine Liebe zu Euch nehme ich mit ins Grab, mit in jenes beßre Leben.
Florentin. Und willst deinen Gefährten allein da stehn lassen?
Badner. Ach, Lieber, Guter, Seelen, wie die Eurige, finden immer Verwandte hienieden und droben. — — Lieber Herr, ich muß Euch noch Dank sagen für Eure Freundschaft; o, wir haben wohl manche Noth, wohl manche frohe Stunde mit einander brüderlich getheilt.
Florentin. (fühlte den nahen großen Verlust seines Badners und er weinte.) Ich danke — danke auch dir für deine namenlose Treue.
Badner. Nun — Lieber — gute Nacht! — Wir haben nichts mehr mit einander. — Kommt Ihr jemahls heim ins deutsche Vaterland, so grüßet den braven Holder von seinem verstorbnen Freund. — Oh, oh! — Eins noch — Ihr — —
Florentin. Ruhe, Lieber, ruhe! das Sprechen schadet dir — —
Badner. (schwach) Wenn Ihr und Holder noch einst — über fünfhundert Jahren auf dieser Erde — so — so —
Wie ein öhlloses Lampenlicht verklimmt, wie der Hauch des Mundes verrinnt, wie ein leiser Ton verhallt — so verschwand Badners Lebenskraft. Er war hinübergeflohn in jene Welt, zu der wir alle hinüber wandeln werden.
Dulli’n schossen Thränen ins Auge; Duur warf sich schmerzvoll über die Leiche seines treuen Dieners, und küßte unzähligemahl’ die kalten Lippen des Entschlafenen.