Florentin. Du siehst so blas, Holder, so kränklich! was fehlt dir?
Holder. Wenig — und viel! — doch davon ein andermahl.
Florentin. Auf — wo sind die Lieben?
Holder. Du scheinst sehr heiter zu sein.
Florentin. (verwundert) das bin ich, wiewohl ichs sonst nicht war. Aber, um Gotteswillen, wie geräthst du zu solchen Gedanken anjezt — anjezt!
Holder. Ich sah deine blühende Gesichtsfarbe, dein muntres Wesen. So warst du nicht vor Jahr und Tag, als ich dir den Weg zum rothen Walde vor Munchenwall beschreiben mußte.
Florentin. Die Zeiten sind vorüber!
Holder. Sind vorüber?
Florentin. Was zaudern wir? laß uns die Schläfer erwekken. — Dein kaltes, trübsinnathmendes Schweigen macht mich zittern — Holder, Holder, was ist geschehn? — ist einer von ihnen krank?
Holder. (ihm auf die Achseln klopfend) Keiner! — folge mir — doch eins noch; wen verlangst du zuerst zu sehn; den Onkel, mein Weib oder deinen Sohn Karl?