Holder. Wird, unbewußt was mit ihm vorgeht, mit uns schlafen.
Florentin. Ich begreife dich nicht. Wann wirst du dich mir endlich enträthseln?
Holder. Nach fünfhundert Jahren, wenn du willst, dann will ich dir noch in Deutschland erklären, was ich bin und wer ich war.
Florentin. O, es ist ein schöner Traum, die Bürger der Erde nach fünf Jahrhunderten noch einmahl zu erblikken — allein — — —
Holder. Wenn wir dann vielleicht in einer einsamen Hütte friedlich beisammen sizzen und die neuen Menschen erblikken und die Hand Gottes anstaunen, dann könnte ich dir vielleicht noch manchen Aufschlus über manches geben, dann ließe es sich so schön von unsern vergangnen Freuden und Leiden plaudern.
Florentin. Noch einmahl, Holder, du weißt mir mit jedem Augenblick unerklärlicher? — wie ist es möglich, daß Seel’ und Körper ein halbes Jahrtausend unverlezt und sich ihrer bewußtlos existiren? —
Holder. Hast du die Geheimnisse der Natur alle erforscht, vermöge welcher der Körper auf Jahrtausende unverweslich erhalten, und das Band zwischen denselben und der Seele gestählt werden kann? — O Bruder, Hamlet hat Recht, wenn er sagt, wohl liegen unter dem Monde noch gewisse Dinge vorhanden, von denen sich das menschliche Geschlecht nichts träumen läßt! —
Florentin. (bestürzt) Holder!
Holder. (mit unbeschreiblicher Majestät) Wisse, ich bin der Obern einer im Bündnisse der schwarzen Brüder! — Eben dies Bündnis sendet mich an die Brüder nach fünf Jahrhunderten, um unsers Ordens heilige Statuten aufrecht zu erhalten zum Wohl der Menschheit; Ich mus — mus dahin! willst du mich begleiten?
Florentin. Wohl, ich schlage ein; denn was hab ich in diesem Leben noch zu verlieren, oder was noch zu gewinnen?