Sie fragen mich: woher daß dieses komme? — Ich antworte: daher, weil viele der Herrn Märchendichter das mysteriensüchtige Publikum mit ihren Plaudereien verwöhnt haben. Da spricht der eine von einer Gans, und will darunter einen Fürsten verstanden — der andre von einem Tyger, und will darunter einen Kriminalrichter gedacht wissen. Das appliziren nun die Leute allenthalben; und Gott weis es, was sie sich nicht alles schon unter meinem Herzog Adolf, meinem Florentin, Holder, Hello u. s. f. geträumt haben.

Viele denken sich unter den schwarzen Brüdern nichts geringers, als die Herrn Freimäurer, andre wieder einen Orden aus Kagliostros Fabrik; und beide Theile habens doch nicht getroffen! — —

Aber wissen Sie, was mich am meisten von verschiednen Lesern gefreut hat? — daß sie dies Buch nicht ohne Theilnahme gelesen, wohl gar zuweilen die Richtigkeit meiner Empfindungen mit eignen Thränen bestätigt haben. O, der Lohn ist mir süsser, als jeder andre; denn die oben erwähnten Kannegiessereien sind nur eine ärgerliche Belustigung! —

Ich wünsche, daß Ihnen dies Bändchen viel Vergnügen in einsamen Stunden erwekke, und beherzigen Sie zulezt mit mir und Florentin von Duur die fürchterliche Wahrheit: „Selten ist der Mensch in der Gegenwart glüklich, am meisten in der Vergangenheit und Zukunft, in der Rükerinnerung und Erwartung!“ —

Ja in der Rükerinnrung bin auch ich jezt glüklich! — Wie gern vertauscht ich jezt meine Feder mit der bunten Mahlerschürze, um Burgheims originellen Pinselstrich zu belachen — oder säß ich neben meiner Freundin H**, um in ihrer Gesellschaft eine Dachspizze zu betrachten, — Behalten Sie mich lieb und vergessen Sie nicht den

Verfasser.

Inhalt
des zweiten Bändchens.

Erster Abschnitt.
Erstes Kapitel. Seelengröße.[1]
Zweites Kapitel. Monolog eines guten Fürsten, Glossen darüber. — Abreise.[7]
Drittes Kapitel. O, die glükliche Nachwelt![13]
Viertes Kapitel. Abschied von der Sorbenburg.[26]
Fünftes Kapitel. Eine schöne Erscheinung.[29]
Sechstes Kapitel. Aufklärungen.[36]
Siebentes Kapitel. Ein Nachtstük.[44]
Achtes Kapitel, Freude — Verdrus — und Schauder.[54]
Zweiter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Kanella.[61]
Zweites Kapitel. Der Landesvater mit seinen Landeskindern.[67]
Drittes Kapitel. Gewitterwollen, die sich zerstreun.[74]
Viertes Kapitel. Das Haus im rothen Walde.[81]
Fünftes Kapitel. Etwas für Republikaner.[95]
Sechstes Kapitel. Die Eremitage.[101]
Siebentes Kapitel. Florentin in Kanella[112]
Dritter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Umfaßt einen Zeitraum von drei Jahren.[153]
Zweites Kapitel. Die Dachspizze.[157]
Drittes Kapitel. Florentins Verwandlung.[169]
Viertes Kapitel. Neue Verwirrungen.[185]
Fünftes Kapitel. Sturm und Liebesfreuden.[197]
Sechstes Kapitel. Die schwarzen Brüder.[214]
Siebentes Kapitel. Der Garten von Dosa.[221]
Achtes Kapitel. Fortsezzung des vorigen.[229]
Neuntes Kapitel. Sturm in Kanella.[244]
Vierter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Ruhe? — für Florentin?[257]
Zweites Kapitel. Mühvolle Jahre.[270]
Drittes Kapitel. Dulli und Ladda.[276]
Viertes Kapitel. Der große Florentin im Vaterlande.[284]
Fünftes Kapitel. Der Kirchhof.[289]
Sechstes Kapitel. Die Alpen. — Epilog an den Leser.[299]

Die
schwarzen Brüder.

Erster Abschnitt.