Keiner war lustiger, als der ehrliche Badner, da er seinen Herrn wiederkommen sah.
„Wars mirs doch schon gewaltig bang’ um Sie!“ rief er ihm entgegen: „ich dachte, hohl’ mich, straf mich! unser gnädiger Herr hat ein unglükliches Abentheuer gehabt, siehst ihn gewis nicht vergnügt wieder!“
„„Du hast dich diesmahl unnöthig geängstet!““
„Hab ichs? nun, meiner Sixt! das freut mich.“
Der alte, gute Mann lief jezt Trepp an, Treppe nieder, seinem Grafen alle Wünsche zu erfüllen, die er nur aus dessen Blicken zu lesen glaubte. Nachdem sichs Florentin bequem gemacht, und Badner die Schokolate besorgt hatte, mußte sich der leztre zu ihm niedersezzen.
„Höre, Badner,“ Florentin: „bezahl’ unserm Wirthe die Rechnung, sorge für alles, was zu einer ziemlich langen Reise nothwendig ist, pakke ein, und halte alles bereit, damit wir Morgen in der Frühe Munchenwall verlassen können.“
Badner. Gehts wirklich schon fort? — scharmant! mir behagts auch meiner Treu in diesem Neste nicht mehr.
Florentin. Aber wirds dir auch dort behagen, wohin ich jezt reise, und wo ich wahrscheinlich mehr als ein Jahr zubringen werde?
Badner. Das ist —?
Florentin. In Kanella.