Moriz. (sich mit der Hand übers Gesicht fahrend, um ein Lächeln zu verwischen) Wirklich? (zukt die Achseln.) Doch von etwas andern. — Sag mir, befindet sich noch der alte, stumme Schurke beim Grafen, der ihn einmal vor Jahr und Tag aus der Welt befördern sollte?

Flimmer. Freilich! freilich!

Moriz. ’s ist mir doch lieb, daß mein damahliges Projekt mit dem Gifttrank scheiterte. Duur soll und wird mir mit seinem Kopf noch wichtige Dienste leisten.

Flimmer. Aber eben der Badner, und der mit dem Grafen zurükgekommne verwegne Dulli, dessen Geschichte mit der Ladda — —

Moriz. Ich weis es ha, ha, ha!

Flimmer. Ich sage, eben diese odieuse Gesellschaft des Grafen erregt in mir so viel Besorgnisse! —

Moriz. Schweig mit deinen ewigen Besorgnissen! Gesezt auch, der Graf führe etwas Hinterlistiges im Schilde: so müßten du und ich den Kopf verloren haben, wenn wir nicht bald davon Wind bekämen — und dann läßt man ihn gefänglich einziehn, oder schikt ihn auf die Galeere, oder geradenwegs in die andre Welt. —

Flimmer. (am Fenster) Sein Wagen hält jezt, unten am Schlosse — er springt heraus — —

Moriz. Sein Besuch ist mir willkommen; Ich habe Laune. — Geh du!

Ehren-Flimmer entfernte sich, halbbenebelt von Zyprier. Der Prinz war noch keine Minute allein, als Florentin ziemlich eilfertig hereintrat.